Unser Nachtlager schlugen wir in „Ales Stenar“, einem für seine korrekt angeordneten Findlinge auf einer Anhöhe bekanntes Dorf, auf. Dort sollte auch unsere erste Challenge stattfinden, die Wikingerkrönung. Mit Sand aus Dänemark, Holz aus Schweden, Wasser aus der Ostsee und dem Ostseewind, musste der Teamleader gekrönt werden. Was für ein Spaß. Leider überraschte uns ein arges Gewitter auf dem Abstieg zum Zeltplatz. Bis auf die Knochen nass, erreichten wir den Zeltplatz und mussten noch unser Zelt aufbauen. Wir nutzten aber erstmal die Gelegenheit, um uns im LT von Alex und Kristof zu trocknen und zu Abend zu Essen. Hier kamen unsere gesponserten Dosen von Erasco gerade richtig. Züricher Geschnetzeltes mit Nudeln. Alex hatte im Nu seinen Kocher am eigens dafür angebrachten Tisch aufgebaut und kochte dementsprechend schnell.  Nun ging es ans Zeltaufbauen. Andi, mein persönlicher Schirmhalter, versuchte mit geschickten Bewegungen, mich beim Zeltaufbau trocken zu halten. Angesichts des sintflutartigen Regens keine leichte Aufgabe. Er hat sie jedenfalls mit bravour gelöst. Am nächsten Morgen hatten sich der Regen auf ein Minimum abgeschwächt, dafür wehte eine sehr sehr steife Briese, was den Zeltabbau wiederum erschwerte. Alles nass, aber trotzdem lustig.

Nun gehts von Ales Stenar, bei Kaseberga, aus weiter in Richtung Stockholm. Wir gabelten unterwegs Team 18 auf, was fortan mit uns fährt. Während wir auf einem Parkplatz rast machten, hielt ein schwedischer Lebenskünstler mit einem Oldtimer (Austin Helly) auf seinem Anhänger an, um sich nach unserer Reise zu erkundigen. Andi tauschte sogleich seine Schokolade (Tausch-Challenge) gegen einen, sagen wir, uralten und oft genutzten skandinavischen Atlas ein. Später haben wir uns bei Örebro, einer kleinen Siedlung am See, niedergelassen. Wir wurden wie immer vom Wetter gebührend empfangen. Ein schwedisches Gewitter mit dunkelrot leuchtenden Blitzen, hing drohend überm See. Der Donnergroll zog sich in einem 180 Grad Winkel von einem Ohr zum andern. Der einsetzende Starkregen war eigentlich nur noch obligatorisch. Da wir aus den beiden vergangen Tagen gelernt hatten, haben wir unser Zelt sofort nach Ankunft aufgebaut. Nach einer halben Stunde war der ganze Spuk vorbei und wir wurden mit einem grandiosen, gelb-rot-lila leuchtenden Sonnenuntergang belohnt. In der Zwischenzeit wurde im Hintergrund fleißig von Alex gekocht, so dass wir anschließend Nudeln mit Bolognese (typisch schwedisch) genießen konnten. Ein Berliner Urgestein gesellte sich noch zu uns, der mit seinem Vater eine Skandinavien-Rundreise machte. Alles in allem ein schöner Tag. Wir freuen uns auf morgen.


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